Habitatselektion

Schildkröten besitzen, wie viele andere Tiere, auch die Fähigkeit zur Habitatselektion. Um ihrem Schutzbedürfnis gerecht zu werden suchen sie bevorzugt dichter bewachsene Bestände auf. Allerdings halten sie sich dort gezielt auf kleineren Freiflächen auf, um die nötigen Sonnenstrahlen abzubekommen.

Filmaufnahmen Teil II

Nachdem vor rund vier Wochen die Eiablage im Gehege auf professionelle Art und Weise gefilmt wurde war nun der Schlupfvorgang dran. Die Geduld wurde mit tollen Sequenzen belohnt, da sich der Vorgang ja meistens im Verborgenen abspielt.

Reife Leistung

Dieses weit über 100 Jahre alte Weibchen rafft sich bislang noch jedes Jahr auf Eier zu legen. Über eine Woche lang war sie unruhig und auf der Suche nach einem geeignetem Ablageort. Gestern hat’s dann offensichtlich geklappt. Ergebnis: Ein einziges Ei.

Filmaufnahmen Teil I

Gestern war der Tierfilmer Johannes Berger aus Bad Waldsee zu Besuch um die Eiablage von Schildkröten zu filmen. Tags zuvor hatten wir nach fünfstündiger Wartezeit und vier Probebohrungen ohne Aufnahmen abbrechen müssen. Dafür hat es gestern wie am Schnürchen geklappt und die Aufnahmen waren in einer halben Stunde im Kasten.

Duett

Dass mehrere Weibchen gleichzeitig ihre Eier legen kommt ja durchaus vor. Dass beide aber, natürlich durch Zufall, ein gemeinsames Loch buddeln haben wir noch nie beobachten können. So gibt’s tatsächlich selbst nach jahrzehntelanger Schildkrötenhaltung doch immer mal wieder was Neues zu bestaunen.

Gehegepflege

Alle paar Jahre sollte das Gehege gerodet werden. Abgestorbene Pflanzenreste, Moose und Gebüsche sollten entfernt bzw. zurück geschnitten werden. Bei über 200 qm Gehegegröße ist das ein zeitintensives Unterfangen. Allerdings wachsen nun auch wieder die von den Schildkröten bevorzugten Ruderalpflanzen, die einen freien Rohboden benötigen.

Dominanz- und Paarungsverhalten

Es ist schon erstaunlich. Kaum einen Tag wach und schon geht’s ab. Beide Männchen zeigen Paarungsverhalten während die Damen der Schöpfung ihre jährliche Rangordnung ausfechten. Gefressen wird auch schon kräftig. Das spricht im Übrigen auch für eine Überwinterung im Gewächshaus. Nach einer Kühlschranküberwinterung vergingen immer eineinhalb Wochen bis die Tiere wieder richtig munter waren .

 

Jetzt reicht’s

Fast sechs Monate Winterschlaf sind mehr als genug! Endlich Sonne bei etwas wärmeren Temperaturen. Endlich die Gelegenheit die tief vergrabenen Tiere auszubuddeln. Nach dem wettermäßigen Katastrophenmärz muss halt in diesem Jahr der Winterschlaf von mir und deshalb abrupt beendet werden.

Verschlafen

Nun kommen auch die adulten Tiere wieder an die Oberfläche. Trotz trüben und windigen Wetters macht Hera, das älteste Tier, heute den Anfang. Natürlich noch kalt und träge aber immerhin in der Lage genau unter die Wärmelampe zu laufen obwohl diese natürlich noch nicht an war. Ein schöner Beweis für das Erinnerungsvermögen der Tiere.

Frühlingserwachen

Die Winterruhe ist vorüber! Nach fast fünf Monaten wurden die Jungtiere, nach einer Aufwärmphase im Keller, in das Gewächshaus gebracht. Natürlich sind sie fürs erste noch etwas orientierungslos aber das wird sich schnell ändern. Nun muss nur noch die Temperatur stufenweise erhöht werden und das neue Schildkrötenjahr kann beginnen.