Frühlingserwachen

Auf den kältesten Januar seit mehreren Jahrzehnten folgte bislang ein recht warmer Februar. Die Sonne hat schon ordentlich Kraft und treibt die Temperaturen im Gewächshaus ordentlich nach oben. Zeit für die Schlüpflinge des letzten Jahres ihren Winterschlaf zu beenden und sich allmählich wieder auf Aktivität einzustellen.

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Winteraspekt

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und damit ist auch schon beinahe die Hälfte des Winterschlafes der Schildkröten geschafft. Die Lufttemperatur im Gewächshaus beträgt wegen dem Mango, dem Rosmarin und der Kumquadt um die 10°C. Die Schildkröten haben sich hinten rechts unter dem Stroh verbuddelt. Dort herrscht momentan eine Bodentemperatur von 3°C.

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Schutzstatus

Seit dem 5. Oktober ist L. williamsi endlich im Anhang I des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) gelistet, um die autochthonen Bestände zu schützen. Die CITES - Mitgliedsstaaten haben nun 90 Tage Zeit dieses in ihren jeweiligen Artenschutzgesetzen umzusetzen.
Damit kommt für uns Halter und Züchter ein hoher bürokratischer Aufwand zu, der sich aber, wie bei unseren Schildkröten schon lange üblich, durchaus bewältigen lässt.

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Hoffnung

Vor gut drei Wochen nahm alles seinen Anfang in Oberammergau bei Kollege Gürke. Die völlig problemlose Paarung mündete vorgestern in der Ablage eines 76 Eier umfassenden Geleges. Davon befinden sich jetzt 12 Eier bei 28°C im Brutkasten. Im Februar 2017 wird’s dann spannend.

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Sonnenbad

Wenn schon mal die Sonne scheint muss man das auch schnellstens ausnutzen. Natürlich im geschützten Bestand, wird doch die Sonne bei uns in diesem Jahr meistens von einem recht starken Wind begleitet.

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Jungtiergehege

Immer wieder werden nur spärlich bewachsene Gehege als naturnah angepriesen. Gerade die Jungtiere benötigen dichten Bewuchs, da sie nur dort vor ihren Feinden relativ sicher sind und dort auch eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit herrscht. Natürlich kann man die Tiere hier nur selten beobachten. Das sollte aber zweitrangig sein, da das Wohl der Tiere Vorrang haben sollte.

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Einzug

Nun ist es endlich so weit. Sanaa hat ihr neues Außengehege. Ein Alulochblech mit einem Durchmesser von 1,10 m, eine innen angebrachte GlutaGliss - Folie und ein Hibiscusbaum. Der Sommer kann kommen.

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Spätes Gelege

Hera ist nun weit über 100 Jahre alt und hat heute tatsächlich noch ein Gelege gezeitigt. Es war zwar nur ein Ei aber Fortpflanzung funktioniert bei Schildkröten offenbar, wenn auch reduziert, bis ins hohe Alter. Die anderen Weibchen sind bei uns mit ihrem Zweitgelege bereits seit letzter Woche durch.

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Wintereinbruch

12 cm Neuschnee in der Nacht. Das gab’s den ganzen vergangenen Winter nicht! Nur gut, dass die Sonne schon so hoch steht wie Mitte August, so dass der Spuk bald vorüber sein dürfte .

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Erstgelege

Mit eineinhalb Jahren für Jemenchamäleons doch recht spät, produzierte Sanaa vergangene Woche ihr Erstgelege. Nachdem ihr Bauchumfang doch fast bedrohliche Ausmaße angenommen hatte, ging’s am Donnerstagmorgen mit den Grabarbeiten los. Erst am folgenden Nachmittag tauchte sie deutlich abgespeckt und völlig erschöpft wieder auf. Inzwischen haben wir das Gelege mit immerhin 73 Eiern (48 g) ausgegraben und aus dem Terrarium entfernt.

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Unheimliche Begegnung

So war das eigentlich nicht gedacht, dass sich Sanaa selbständig durch den Schildkrötentunnel des Gewächshauses auf und davon macht. Doch die Strafe folgt sofort auf dem Fuß. Als sich sogleich Äneas nähert, gerät Sanaa sofort in Panik, denn trotz Drohen und Fauchen setzt Äneas seinen Weg unbeirrt fort. Eine direkte Konfrontation haben wir verhindert und Sanaa aus ihrer misslichen Lage befreit.

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Tarnung

Tarnung ist das halbe Leben. Das gilt auch für Schildkröten und insbesondere für deren Sonnen- und Übernachtungsplätze. Deshalb ist es wichtig in Freigehegen Strukturen zu schaffen, die diesen Anforderungen genügen, um den Tieren ein artgerechtes Verhalten zu ermöglichen.

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Warteposition

Eigentlich könnte es losgehen. Aber die derzeit herrschenden Außentemperaturen lassen Ausflüge ins Freigehege einfach noch nicht zu. Zum Glück ist das neue Gewächshaus geräumig genug, um auch eine längere Kälteperiode zu überbrücken.

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Rückschlag

In der vergangenen Woche waren drei Schildkröten aus dem Winterschlaf erwacht. Seid gestern war dann plötzlich keine mehr zu sehen. Angesichts der heutigen Wetterlage kaum verwunderlich. Aber ab übermorgen soll es ja deutlich wärmer werden.

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Erwacht

Gestern am Spätnachmittag war es soweit. Medea ist nach fünf Monaten Winterruhe wieder an der Oberfläche erschienen. Angesichts der winterlichen Temperaturen eigentlich zu früh, aber die Märzsonne heizt das Gewächshaus schon ordentlich auf, wenn sie denn mal scheint. Außerdem ist es bis zur Tag- und Nachtgleiche gar nicht mehr so lange, was bestimmt auch eine Rolle spielen dürfte.

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Rettung in höchtser Not

Das ist offenbar noch mal gut gegangen, da die „Rettung“ aus dem Elterngehege noch rechtzeitig erfolgte. Die anfänglich doch recht große Schwellung ist nun innerhalb von 14 Tagen völlig abgeklungen, so dass momentan nur noch ein paar Bissspuren zu sehen sind.

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Noch mal davongekommen

So wie es heute aussieht, verdichtet sich bei dem verletzten Schlüpfling die Annahme, dass das Tier kurz nach dem Schlupf von einem Elterntier attackiert wurde. Die Schwellung ist nach fünf Tagen komplett abgeklungen und es sind nur noch verletzte Hautschuppen zu sehen, die hoffentlich bei der nächsten Häutung verschwinden werden.

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Um Haaresbreite

Das war wohl knapp. Vor drei Tagen entdeckten wir einen Schlüpfling, der im Elternterrarium geschlüpft war. Im Beckenbereich wies er eine deutliche Beule auf, ansonsten war das Tier agil und munter. Heute sind um die inzwischen abgeschwollene Beule verletzte Schuppen zu sehen, so dass wir nun von Bissverletzungen durch die Elterntiere ausgehen.

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Was ist das?

Gestern schlüpfte ein Gecko mit der abgebildeten Missbildung im Beckenbereich. Das Tier ist munter, voll beweglich und frisst gut. Möglicherweise ist es ein Bluterguss. Das Tier schlüpfte im Elternterrarium und könnte von einem adulten Tier gebissen worden sein. Mal abwarten wie es weitergeht.

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Legestress

Mit eingefallenen Flanken, hervorstehenden Rippen und völlig ermattet präsentiert sich dieses dreijährige Weibchen kurz nach der Eiablage. Da wird es schon nachvollziehbar, den Tieren durch Reduktion der Tageslänge, Absenkung der Temperatur und einer erhöhten Luftfeuchte wenigsten drei/vier Monate im Jahr eine kleine Verschnaufpause zu gönnen.

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Tarnung

Keine schlechte Strategie immer Tarnmaterial mit sich rumzuschleppen. Dann ist man immer auf der sicheren Seite. Natürlich ist nur der Blattstiel gebrochen, der samt Blatt kurze Zeit später fallen gelassen wurde.
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Nomen est omen

Nomen est omen: „Electric Blue“

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Härtetest

Jetzt wird’s langsam ernst mit dem Winter. In den kommenden Nächten werden zweistellige Minusgrade erwartet. Nun wird sich zeigen, ob die Temperaturen in der Überwinterungsgrube über dem Gefrierpunkt bleiben. Eigentlich müsste das klappen, denn ein Heizlüfter sorgt wegen der Pflanzen für eine Lufttemperatur von 10°C. In der Überwinterungsgrube sind es momentan rund 7°C weniger.

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Akrobat

Gelenkig sollte man als Baumbewohner schon sein, um über die Runden zu kommen. Aber eine Körperdrehung von annähernd 180° ist doch bemerkenswert.

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Balanceakt

Auf große Blätter als Einrichtungsgegenstände kann man bei einem Williamsi - Terrarium nicht verzichten. Die Tiere klettern gerne auf diesen herum, wobei sie nicht nur die Blattspreite sondern auch den Blattrand nutzen.

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Hang down

Den Haftlamellen sei Dank. Man kann sich sicher entspanntere Stellungen vorstellen aber den beiden scheint das nicht viel auszumachen. Erst nach 20 Minuten gab’s einen Positionswechsel.

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Alterstod

Was sich seit ca. zwei Wochen abzeichnete ist nun eingetreten. Eines unserer beiden alten Männchen ist heute morgen gestorben. Als ziemlich sicherer Wildfang vor über vier Jahren erworben, hatte er nun sein artspezifisches Sterbealter erreicht.

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Zeit zum Abschied

Vor über vier Jahren kam dieses Männchen, mit Sicherheit ein Wildfang, zu uns. In den letzten Tagen wird er nun immer dünner, die Bewegungen schwerfälliger und die Körperfärbung immer dunkler. Auch das Futter will nicht mehr so recht schmecken. So wie es aussieht rückt die Zeit des Abschied’s langsam aber stetig näher.

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Temperaturunterschiede

Anfang November und noch annähernd 30°C im geöffneten Gewächshaus. Zum Glück haben sich die Schildkröten bereits tief vergraben und schlummern bei rund 10°C in der Erde. Das wäre auf Dauer als Überwinterungstemperatur natürlich zu hoch aber der Winter wird schon noch kommen.

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Novembersonne

Das gibt’s auch nicht zu oft. Sommerliche Temperaturen im November. Das freut unser Chamäleon. Kommt es doch mal wieder auf die Terrasse und kann von den Hibiskusblüten angelockte Insekten fangen.

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Ab in die Box

Nun ist es soweit. Die diesjährigen Schlüpflinge sind endgültig eingewintert. Nachdem sie sich im Gewächshaus selbst auf den Winterschlaf vorbereitet haben, wurden sie letzte Woche ausgebuddelt, in eine Box überführt, mit Buchenlaub abgedeckt und können nun unter kontrollierten Bedingungen im Gewölbekeller sicher überwintern.

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Warteposition

Nun ist es bald soweit. Der Winterschlaf steht vor der Tür. Einige Tiere vergraben sich bereits, kommen aber nochmals zum Vorschein, wenn die Außentemperaturen ansteigen.

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Vegetationswachstum

Knapp vier Monate liegen zwischen diesen beiden Bildern. Trotz des kargen Bodens und der großen Hitze in diesem Sommer ist die Trockenvegetation nicht zu stoppen. Unsere Schildkröten finden überall Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten auf kleinstem Raum und sind teilweise mehre Tage lang nicht zu entdecken.

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Spätsommer

Noch spätsommerlicher August, aber ohne Zusatzwärme am morgen geht es bei uns schon nichts mehr. Die Tiere wissen das zu schätzen. Eigentlich schade aber damit wird das Ende des diesjährigen Schildkrötenjahrs so langsam eingeläutet.

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Feinschmecker

Pflanzliche Nahrung spielt bei Jemenchamäleons nur eine untergeordnete Rolle und dient wohl hauptsächlich zur Regulierung des Flüssigkeitshaushalts. Ganz scharf ist Sanaa auf die Staubblätter von Hibiskusblüten, die in kürzester Zeit komplett gefressen werden. Schmecken wird’s wohl auch, denn zu trinken bekommt sie eigentlich genug.

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Ausgebüchst

Tägliche Sonnenbäder im Freien sind bei den derzeit herrschenden Temperaturen für unser Jemenchamäleon problemlos möglich. Allerdings sollte man auf eine ausbruchsichere Unterbringung achten. Dass man sich damit täuschen kann, beweist Sanaa, die wir hier beim Untertauchen in den Garten gerade noch erwischt haben.

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Heißsporn

Hohe Tagestemperaturen mit deutlicher Abkühlung in der Nacht. So präsentiert sich das Wetter zur Zeit bei uns. Da werden bei den Schildkröten keine Frühlingsgefühle sondern bereits Herbstgefühle geweckt und die zweite Runde im jährlichen Fortpflanzungsgeschehen eingeleitet. Auch ein Beleg dafür, dass artgerechte Schildkrötenhaltung in unseren Breiten ohne technische Licht- und Heizmittel einfach nicht möglich ist.

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Generationen

Auf dem Bild ist ein über 100-jähriges Weibchen zu sehen, das seit 46 Jahren in meinem Besitz ist. Sie nimmt wie eh und je am Fortpflanzungsgeschehen teil und legt pro Jahr zwei Gelege. Auf dem rechten Bild ist ihr jüngster Nachwuchs zu sehen, der vergangene Nacht geschlüpft ist.

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Was kommt denn da

Nun kann es nicht mehr allzu lange dauern. Nach diesmal 58 Tagen beginnt der Schlupf eines weiteren Geleges. Das Gelege stammt von unserer sicher deutlich über 100-jährigen Hera. Sie legt noch regelmäßig zwei Gelege pro Jahr, die immer noch befruchtet sind. Mal sehen wie lange das noch so weiter geht.

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Saufgelage

Je nach Ausprägung des Dottersackrests verbleiben die Schlüpflinge noch ein oder zwei Tage im Brutapparat. Es empfiehlt sich allerdings sie einmal am Tag trinken zu lassen, was sie bei einem Bad in der Regel auch ausgiebig tun.

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Über Nacht

Um 00.30 Uhr war gestern Nacht noch nichts zu sehen. Heute morgen sah es dann nach 57 Bruttagen so aus. Halb geschlüpft, noch leicht gefaltet und vermutlich ziemlich fertig. Nachher kommt der Schlüpfling in eine separate Dose, damit das Geschwisterchen im Vordergrund in Ruhe schlüpfen kann.

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Hunting

Das war’s wohl für das Heimchen auf dem Seil. Das Chamäleon hat die Beute fixiert und den Fangvorgang begonnen. Sekundenbruchteile später war es um das Heimchen geschehen.

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Premiere

Nun ist er eingeweiht, der neue Legehügel im neuen Gewächshaus. Damit hat auch dieses Requisit seine Eignung unter Beweis gestellt. Mit der Eiablage ist übrigens Hera beschäftigt, die vermutlich ihre 100 Jahre auf dem Buckel hat.

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Welcome

Darf ich vorstellen. Unser jüngster Schlüpfling. Ganz frisch und schon sehr agil.

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Nase vorn

Rund vier Wochen nach Beendigung des Winterschlafes beginnen die Weibchen zu legen. Dieses Jahr hat Medea die Nase vorn, da sie gestern Abend in nur gut einer Stunde das erste Gelege dieses Jahres absetzte. Natürlich im Gewächshaus bei noch angenehmen Temperaturen. Zwei der fünf Eier werden wir ausbrüten, so dass wir um Mitte Juni den ersten Nachwuchs in diesem Jahr haben werden.

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Jungtiere

Die Jungtiere des vergangenen Jahres haben sich inzwischen an ihr neues Gewächshausabteil gewöhnt. Es ist zwar nicht ganz so groß wie das alte Frühbeet, allerdings ist das Klima im Gewächshaus wesentlich angenehmer als im Frühbeet. Hier verbleiben sie bis sich ihr Außengehege begrünt oder sich ein Käufer gefunden hat.

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Wetterkapriolen

So sah es gestern am Morgen des 1. April 2015 aus. Das sind nun wahrlich keine Verhältnisse für Schildkröten. Nachmittags war der Schnee zwar wieder weg, aber die Temperaturen blieben weiterhin im Keller. Da wird dann schon klar, dass eine artgerechte Haltung in unseren Breiten nur mit Hilfe von beheizbaren Frühbeeten oder Gewächshäusern möglich ist.

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Wie "geleckt"

Nach Fertigstellung des Gewächshauses musste das Gelände neu modelliert werden. Dazu wurden 8,5 t Betonkies benötigt, die dann mit Hilfe von Schaufel und Schubkarre im Gehege verteilt wurden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn alles noch etwas wie „geleckt“ aussieht. Das dürfte sich aber im Verlauf des Sommers bei zunehmendem Bewuchs rasch ändern.

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Das neue Gewächshaus

Fast zwei Wochen intensive Bauarbeiten liegen hinter uns. Das Gewächshaus ist nun aufgebaut, unterteilt und einigermaßen eingerichtet. Die Schildkröten sind bereits eingezogen und versuchen sich zu orientieren. Nun ist das doch durch die Bauarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogene Außengehege dran. Einige einzelnen Bauabschnitte der Bauarbeiten sind unter „Bilder“ eingestellt.

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Fundament

Die Bauarbeiten für das Gewächshausfundament sind beendet. Nun kann der Beton trocknen, bevor es nächste Woche mit dem Zusammenbau des Gewächshauses weitergeht.

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Bauarbeiten

Nun ist es endlich soweit. Die Bauarbeiten für das Schildkröten - Gewächshaus haben begonnen. Das Fundament ist betoniert und gemauert. Jetzt folgen noch die abschließenden Geländearbeiten und nächste Woche wird das Gewächshaus aufgestellt.

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Akrobatik

So kann man den Abstand zur auch Wärmelampe auf verringern. Einfach nur warten bis zwei Geschwister nah genug beieinander sitzen und dann schnell von hinten drauf. Diese Position war im übrigen über eine Stunde stabil.

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122 Tage

Ende Oktober letzten Jahres wurden die bereits schlafenden Schlüpflinge in den Gewölbekeller gestellt. Heute wurden sie nun ausgewintert. 122 Tage sind genug. Nach einer kurzen Kontrolle und einem raschen Bild stehen sie jetzt im Keller und können sich allmählich an wärmere Temperaturen und den Tag - Nacht - Rhythmus gewöhnen.

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Feinschmecker

Süßes schmeckt wohl weltweit in etwa gleich. Hier nascht ein Weibchen an einer geschälten Litschi, die in Tansania nicht vorkommt. Das Ursprungsland dieser Frucht liegt in China, also ziemlich weit vom Verbreitungsgebiet der Geckos entfernt. Geschadet hat es bislang nicht.

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Eingewöhnung

Das Verbringen eines Tieres in ein neues Territorium bedeutet Stress. Ein gutes Versteck und Tarnfärbung sind in diesem Fall ein gutes Mittel mal abzuwarten bis sich die Situation etwas geklärt hat. Danach ist vorsichtiges Erkunden angesagt. Nach erstaunlich kurzer Zeit sieht die Sache dann deutlich freundlicher aus.

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Legaler Neuzugang

Zur Blutauffrischung erworben, präsentiert sich unser neu erworbenes Männchen noch etwas blass und verschüchtert. Natürlich nun mit dem inzwischen erforderlichen Zuchtbeleg. Nur mit diesem ist eine Anmeldung bei der zuständigen Behörde möglich. Also nicht vergessen: Beim Kauf einen Zuchtbeleg verlangen, sonst ist der Erwerb illegal und das kann eigentlich in niemandes Interesse sein.

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Meldepflichtig

Seit dem 20.12.2014 ist der Himmelblaue Zwergtaggecko nach der Verordnung (EU) Nr. 1320/2014 des Rates über den Schutz von Exemplaren wildlebender Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels geschützt und im Anhang B dieser Verordnung gelistet. Damit unterliegt die Art automatisch auch der Bestandsanzeigepflicht (§7 Abd. 2 Bundesartenschutzverordnung). Das bedeutet, dass ab sofort die Haltung, der Erwerb oder der Verkauf der zuständigen Behörde gemeldet werden muss. In Baden - Württemberg sind hierfür die vier Regierungspräsidien zuständig. Wichtig: Käufer müssen beim Erwerb der Tiere auf einem vom Züchter ausgestellten Herkunftsnachweis bestehen.

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Bis zum nächsten Jahr

Am Wochenende haben wir die Schildkröten in ihren Frühbeeten ausgegraben und in ihre Überwinterungswannen im Gewölbekeller gesetzt. Hier warten sie nun, vor Frost und Ratten geschützt, auf das kommende Frühjahr. Die Temperatur und die Luftfeuchte schwanken zwischen 3°C und 6°C bzw. zwischen 60% und 80%. Wir haben den Eindruck, dass die Tiere, anders als im Kühlschrank, unter diesen leicht variierenden Bedingungen, besser überwintern und im Frühjahr schneller wieder fit sind.

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Lonesome rider

Nachdem es in einer Zuchtgruppe nicht mehr so richtig läuft, haben wir das Männchen mal von den beiden Weibchen separiert. Letztere haben wir zu zwei anderen Männchen gesetzt und warten jetzt mal ab, ob es mit der Eiablage wieder klappt. Zurück bleibt ein konsterniertes Männchen, das die Welt nicht mehr versteht.

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Herbstsonne

Die Tage im Schildkrötenjahr sind gezählt. Gestern war es noch einmal sonnig und deutlich über 20°C. Diese letzten Sonnenstunden werden von den Tieren intensiv genutzt. Dennoch achten insbesondere die Schlüpflinge auch auf eine gute Deckung, um nicht aufzufallen. In diesem Falle reicht eine kleine Walderdbeerpflanze um die beiden Schlüpflinge perfekt zu tarnen.

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Neuankömmling

Das ist unser jüngster Mitbewohner - heute morgen geschlüpft. Sobald die Schlüpflinge ins Terrarium überführt werden, beginnen sie sofort zu trinken. Deshalb sollte man vor ihrem Einsetzen die Terrarieneinrichtung ausreichend mit Wasser besprühen.

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Herausforderung

Selbst kleine Wanderheuschrecken sind für subadulte Geckos eine echte Herausforderung. Bis das Insekt durch heftiges Hin - und Herschleudern getötet und gefressen ist, dauert es einige Minuten. Dafür hat man allerdings einen ordentlichen Happen.

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Sextett

Jetzt sind sie nun alle zusammen in ihrem Frühbeet vereint. Ein munteres Sextett aus drei verschiedenen Gelegen. Da sich bei uns das Wetter ab morgen Abend verschlechtert und die Tagestemperaturen dann deutlich unter 20°C fallen sollen, bleiben sie bis Mitte nächster Woche im beheizten Frühbeet. Danach dürfen sie dann im Jungtiergehege selbständig nach Nahrung suchen.

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Abendliches Gedränge

Obwohl genügend Versteck- bzw. Übernachtungsplätze zur Verfügung stehen, versammeln sich die Schildkröten abends zu mehreren in einem Unterschlupf. Dann ist natürlich nicht mehr genügend Platz da, so dass ein oder mehrere Tiere immer halb im Freien nächtigen müssen.

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Eine Handvoll Schildkröte

Recht spät, aber nun ist es wieder soweit. Der erste Schlüpfling der Saison hat sich in nur einem halben Tag aus dem Ei geschält. Immerhin 15 g schwer und schon absolut symmetrisch. Morgen geht’s trotz der schlechten Wetterprognosen ab ins Frühbeet, wo der Elsteinstrahler bereits wieder in Betrieb genommen wurde.

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Eldorado

In diesen Wochen zeigen sich die Früchte der wochenlangen Rodung (vgl. Eintrag vom 03.04 14). Ein dichter Pflanzenteppich aus Ruderal- und damit Futterpflanzen breitet sich über die gesamte Gehegefläche aus. Das war aufgrund der dichten Bodenbedekung in den letzten Jahren so nicht mehr der Fall. Natürlich trocknet die Fläche nun nach Regenfällen auch wieder rasch ab und die immer noch vorhandenen Freiflächen fungieren kleinflächig als gern aufgesuchte Hitzeinseln.

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Sonnenanbeter

Nun herrschen auch hier in Oberschwaben endlich mal schildkrötengerechte Temperaturen. Dennoch versuchen sich die Tiere morgens möglichst senkrecht zur Sonne aufzustellen, um schnell auf Betriebstemperatur zu kommen.

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Biblische Plage

Sie gelten als eine der 10 biblischen Plagen, da Wanderheuschrecken ganze Landstriche leer fressen, wenn sie, periodisch wiederkehrend, in riesigen Schwärmen umherziehen. Die Geckos sind von Wanderheuschrecken allerdings hoch begeistert, wenn wir einige Futterexemplare ins Terrarium setzen.

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Gelegesuche

Gestern war mal wieder Gelegesuche angesagt. Bei der recht anhaltenden kühlen Witterung der letzten Wochen, legen die Schildkrötenweibchen ihre Gelege im Frühbeet ab. Von Ausnahmen abgesehen entwickeln sich die Eier dort nicht, so dass wir sie regelmäßig entfernen müssen. Einige wenige Eier bebrüten wir im Brutapparat weiter.

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Ausgegraben

Bei den zur Zeit wenig frühlingshaft herrschenden Temperaturen verlassen die Schildkröten ihr warme Frühbeet nur ungern. Das trifft auch für die Eiablage zu, die sich dann eben nicht im Legehügel sondern im Frühbeet abspielt. Da bleibt es zwangsläufig nicht aus, dass beim abendlichen Eingraben das ein oder andere Gelege wieder zum Vorschein kommt.

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April

Schöne Überraschung nach dem doch recht warmen Wetter der vergangenen Wochen. Der April macht seinem Namen mal wieder alle Ehre. Auf jeden Fall ein weiterer Beleg dafür, dass bei uns eine artgerechte Schildkrötenhaltung nur mit beheizten Frühbeeten oder Gewächshäusern möglich ist.

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Leckerbissen

Schildkröten gelten zwar als reine Vegetarier, sie selbst sehen das allerdings nicht so streng. Insbesondere die Schlüpflinge fressen nach neueren Untersuchungen wohl eine Menge Würmern oder Insekten mit. Aber auch die adulten Tiere verschmähen eine Fleischmahlzeit nicht. Deshalb gibt’s ab und zu einen Knochen zum Abnagen. Geradezu begeistert wird er in den darauffolgenden Tagen bis auf den letzten Rest abgenagt. Sogar die blanken Knochen werden bearbeitet und somit ein Teil der körpereigenen Kalkreserven aufgefüllt.

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Vollbracht

Nach mehreren Wochen mit Spitzhacke und Schubkarren ist es endlich vollbracht. Die in den vergangenen Jahren angesammelte obere Vegetationsschicht ist auf rund 200 qm abgetragen. Über weite Bereiche war sie total vermoost und entsprach damit einfach nicht mehr den Habitatansprüchen der Schildkröten. Nun ist natürlich eine eine relativ offene und freie Landschaft entstanden, die sich aber hoffentlich bald wieder bewachsen wird.

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Staugefahr

So sah es gestern aus, als gegen 10.00 Uhr das Frühbeet geöffnet wurde. Sechs Tiere stauten sich vor dem Ausgang und warteten, dass der Schieber geöffnet wurde. Es dauerte dann auch nur wenige Augenblicke bis alle draußen waren. Zwei Stunden später folgten die letzten beiden Tiere. Damit ist der Winterschlaf 2013/14 Geschichte.

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Frühlingserwachen

Nach annähernd fünfmonatiger Winterstarre war es gestern Abend so weit. Die tagsüber fast sommerlichen Temperaturen und die mittelfristig guten Wetteraussichten erlaubten eine Beendigung der Winterstarre. Unsere Stammbesatzung wurde am Frühabend aus den Überwinterungsboxen ausgegraben, kurz gewogen und ins vorbereitete Frühbeet gesetzt. Ein schnelles Foto, Stroh drüber und die erste Nacht in dieser Saison konnte beginnen.

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Gehegepflege II

Erstaunlich was für eine ausgeprägte Vegetationsschicht sich auch auf Kiesböden entwickelt. Dadurch tritt leider eine Verarmung des Arteninventars ein, die vor allem Ruderalpflanzen betrifft. Diese sind jedoch bevorzugte Nahrungspflanzen der Schildkröten. Inzwischen ist auf der Hälfte des Geheges die obere Vegetationsschicht abgetragen. Natürlich ist das Gehege nun sehr offen und strukturarm, aber in ein paar Wochen sieht das anders aus.

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Erste Mahlzeit

Vier Tage hat es nun gedauert bis unser Septemberschlüpfling nach dem Winterschlaf mit dem Fressen begonnen hat. Vermutlich war es sogar seine allererste Mahlzeit, weil wir dieses Tier weder Ende September noch im Oktober bei Nahrungsaufnahme beobachten konnten.

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Aufgetaucht

Ungewöhnlich früh tauchen in diesem Jahr die Schildkröten auf. Der Kleinere von beiden war erst Ende September geschlüpft. Er wurde wie das andere Jungtier auch im beheizten Frühbeet gehalten und bereits Anfang November in den Winterschlaf geschickt. Das heißt die Vorbereitung auf den Winterschlaf erfolgte fast gleichzeitig mit dem Schlupf. Das heutige Gewicht war mit dem Gewicht der Einwinterung identisch. Von daher müsste eigentlich alles in Ordnung sein.

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Große weite Welt

Mann sollte sich schon immer bewusst sein, dass eine Tierhaltung immer etwas mit „eingesperrt sein“ zu tun hat. Natürlich versuchen wir über eine naturnahe Einrichtung der Terrarien eine artgerechte Haltung zu gewährleisten. Dennoch können wir in der Regel die wahren Dimensionen ihrer home range - Größen nicht bieten. Und manchmal hat man den Eindruck, dass die Tiere auch gerne einmal die Umgebung außerhalb des Terrariums erkunden würden.

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Gehegepflege I

Selbst auf einem Kiesel- Sandgemisch bedecken im Laufe der Jahre bei uns in Oberschwaben dichte Moospolster die Oberfläche. Da haben dann die an trockene und lichte Standorte angepasste Nahrungspflanzen der Schildkröten keine Chance mehr. Da hilft nur mit einer Spitzhacke die Oberfläche lockern und die oberen zwei Zentimeter komplett abheben und entfernen. Bei über 200 qm Fläche kommen da schon einige Tonnen zusammen.

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Gewichtskontrolle II

In diesem Jahr haben wir mal auf eine Gewichtskontrolle Anfang Januar verzichtet, so dass die adulten Schildkröten erst heute - nach über vier Monaten Winterruhe - zum erstmal kontrolliert wurden. Die Gewichtsverluste variierten zwischen 0% und 2,7%. Sie bewegen sich somit bei allen Tieren im zu erwartenden Bereich.
Auf dem linken Bild ist Penelope, rechts ein Portrait von Hera zu sehen. Letztere schafft auch mit über 100 Jahren die Winterruhe ohne große Probleme.

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Gewichtskontrolle I

Nach dreieinhalb Monaten Winterschlaf war es mal an der Zeit das Gewicht der Schlüpflinge zu überprüfen (vgl. Blog v. 16.11.13). Die größere von beiden wiegt nun 28 g und hat damit ein Gramm verloren. Die kleinere hat ihr Gewicht von 12 g gehalten. Das sieht doch gut aus. Nach der Aufnahme ging es gleich wieder in die Überwinterungsbox, die beide, je nach Wetter, in vier bis sechs Wochen verlassen können.

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Grundreinigung

Ab und an steht eine Grundreinigung inclusive kleinerer Schönheitsreparaturen der Terrarien an. Fast ein ganzer Tag geht dann schon drauf bis alles gereinigt desinfiziert und wieder neu eingerichtet ist. Die Äste wurden natürlich schon am Vortag aus dem nahen Wald geholt. Beim Einsetzen schauen die Geckos noch etwas unsicher umher, aber das gibt sich erfreulicherweise recht schnell.

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Vitamine & Kalk

Vitamine und Kalk sind wichtig. Aber wann, wie viel und wie oft? Wir verzichten auf eine Zwangsfütterung beider Substanzen mittels bestäubter Futtertiere. Wir bieten hingegen beides permanent in Schälchen an, so dass die Tiere selbst entscheiden können wann sie was benötigen. Auf dem Bild bedient sich ein Weibchen an heruntergefallen und vom Wasser verfestigten Vitamin- und Kalkresten.

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Halbzeit

Mitte Januar ist ungefähr die Hälfte des diesjährigen Winterschlafes geschafft. Einige der adulten Schildkröten haben sich ausgebuddelt und liegen momentan an der Oberfläche. Im Bild links sind Penelope und Pelias zu sehen, die sonst immer tief verbuddelt überwintern. Auch die beiden Schlüpflinge des vergangenen Jahres haben sich in ihrer Box nur unter den Buchenblättern versteckt. Vielleicht ist dieses Verhalten eine Folge der bislang milden Witterung dieses Winters. Auf Berührung haben alle Tiere sofort reagiert, so dass die Boxen schnell wieder mit feuchten Handtüchern bedeckt wurden.

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Abendruh

Am Abend ziehen sich die Geckos in geschützte Bereiche zurück, um dort die Nacht zu verbringen. Auch hier spielen Blätter wieder eine wichtige Rolle, die gerne als Übernachtungsplätze genutzt werden. Allerdings sitzt nur selten ein Gecko so frei, dass er im Gegenlicht fotografiert werden kann.

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Strukturierung

In letzter Zeit kursieren vermehrt Bilder von spärlich eingerichteten L. williamsi - Terrarien. Die folgenden Kommentare und Antworten gleiten oft ins Unsachliche mit dem Ergebnis ab, dass sich aus Verärgerung der Bildeinsteller an ihrer Terrarieneinrichtung nichts ändert. Das ist eigentlich schade, weil die Biotopansprüche der Art bekannt und ein sauber bepflanztes Terrarium schlicht und einfach besser aussieht. In der Nahrungskette ziemlich weit unten stehend, müssen unsere Geckos halt sehen, dass sie immer genug Deckung haben. Ein Leben auf dem Präsentierteller ist mit Sicherheit nicht von langer Dauer. Deshalb fühlen sich die Tiere eben nur dort wohl, wo genügend Deckung vorhanden ist. Eigentlich nachvollziehbar und einfach. Deshalb immer auf eine ausreichende Bepflanzung im Terrarium achten.

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